Der Entwicklerkosmos

Kosten und Nutzen von Clean Coding

3. Gibt es ein Optimum?

Es gibt zwei Sorten von Qualitätssicherung: die Prävention und die nachträgliche Behebung von Fehlern.

Wer viel Ressourcen in die Fehlerprävention investiert, wird viele Fehler früh finden und beheben und entsprechend wenig Probleme mit der Software im Einsatz haben und diese billig betreiben.

Wer beim Testen und der Fehlerprävention spart, geht ein hohes Qualitätsrisiko ein und muss in der Regel bei der Wartung der im Einsatz befindlichen Software sehr viele Ressourcen investieren.

Beide Extreme sind teuer. Ein hohes Qualitätsrisiko ist aber bei hinreichend komplexer Software die schlechtere Alternative, denn neben den hohen Kosten durch die Fehler gibt es auch eine große Unzufriedenheit bei den Endanwendern, Auftraggeber und Sponsor. Bei einem sehr hohen Sicherheitsanspruch hat man auch entsprechend viele Kosten, aber die fehlerbedingte Unzufriedenheit mancher Stakeholder.

Zwischen diesen beiden Extremen gibt es einen goldenen Mittelweg. Mit einem sinnvollen Maß an Fehlerprävention wird ein Minimum an Qualität im Vorfeld sichergestellt und dadurch die spätere große Fehlerflut während dem Einsatz der Software vermieden. Wo dieses Optimum für die Gesamtkosten liegt, kann nur sehr individuell eingeschätzt oder beurteilt werden.


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